Update #2

Madbate City, Malapasqua, Cebu


Nach mehreren Tagen in Legazpi setzten wir unsere Reise fort. In den meisten Fällen ist es unkompliziert, spontan Fähren und Busse zu buchen. Das macht das Reisen sehr entspannt. Und auch, wenn das letzte Boot zur nächsten Insel den Hafen schon verlassen hat, gibt es immer noch die Möglichkeit, ein privates Boot mit Kapitän anzuheuern.

Nach einer Nacht in Masbate City mit einem der größten Schiffereihäfen des Landes, verbrachten wir knapp eine Woche auf der grade einmal zwei Kilometer langen Insel Malapasqua, die sich im Norden von Cebu befindet. Der Grund für diesen ungewöhnlich langen Aufenthalt war ein viertägiger Tauchkurs inklusive Theorieteil. Aufgrund der guten Sicht und der Vielfalt an Korallen und Meeresbewohnern zählen die Tauchspots rund um die Insel weltweit zu den Besten. Unser deutscher Tauchlehrer Steffan, der schon seit mehreren Jahren auf der Insel wohnt und in der Tauchschule freiberuflich arbeitet, hat uns das Tauchen beigebracht. Zu Beginn ein Sicherheitstraining beim Umgang mit dem Equipment im flachen Wasser, später dann Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 18 Metern.


Das Highlight des Tauchkurses war der Tauchgang nahe einer kleinen unbewohnten Insel mit einem Höhlensystem, in dem sich Riffhaie tagsüber ausruhen. Die Korallen und Tiere beeindrucken mit ihren bunten Farben. An einem Tag sind wir gegen 4:30 morgens auf das offene Meer gefahren, um die außergewöhnlichen Tresher Sharks (Fuchshaie) zu sehen. Diese versammeln sich früh morgens im flachen Wasser um sich von Putzfischen reinigen zulassen. Mit der langen Schwanzflosse betäuben die Haie Schwarmfische und essen diese.

Die einheimischen Inselbewohner sind sehr offen und freundlich. An den Stränden wird abends gefeiert und gegessen. Da die Insel so klein ist braucht man nicht lange, um sie kennenzulernen beziehungsweise zu erkunden und es entsteht schnell ein vertrautes Umfeld. Basketball ist sehr beliebt und es ist spannend die abendlichen Spiele anzuschauen. Nach knapp einer Woche war es dann schon fast ein bisschen traurig, die Insel am Ostersonntag zu verlassen und sich wieder in die Fremde zu stürzen.

Unser nächstes Ziel war Moahlboal im südlichen Teil von Cebu. Die 10 Stunden Busfahrt forderten einen ganzen Tag. Die Straßen sind zwar relativ eben, aber schmal und kurvig. Viele Motorräder und Tricycle verstopfen die Straßen, so dass Strecken von 100 Kilometern Länge mehrere Stunden dauern.


Am nächsten Tag wurden wir aber beim Schnorcheln an weißen Stränden reichlich für die Strapazen belohnt. Riesige Sardinenschwärme und Meeresschildkröten waren unsere Begleiter. Ich habe einen Sonnenbrand. Irgendwie dachte ich, ich könnte meinen Rücken ohne fremde Hilfe eincremen. Schließlich kann ich gut meine Hände hinter den Rücken greifen. Jetzt habe ich rote Muster auf meinem Rücken, fast wie eine Landkarte. Passiert, und trotzdem ärgert man sich.