Update #3

Cebu, Siquijor, Bohol, Palawan


Ist jemand naturverbunden, so staunt er auf einer Asien- beziehungsweise Tropenreise unter anderem erst einmal über die komplett unterschiedliche Flora und Fauna. Der Anblick von wild wachsenden Bananenstauden, Palmen, Mangobäumen, Bambus und Kautschukbäumen ist spannend. Die hohe Diversität an Insekten macht sich zu jeder Zeit bemerkbar.

Auf Cebu besuchten wir nahe Moahlboal die Kawasana Falls, eine Reihe von Wasserfällen und blauen Lagunen im tropischen Wald. Wir waren früh morgens da, um den Massentourismus an diesem Ort zu vermeiden. Für eine Stunde mussten wir den Wasserfall nur mit ein paar anderen Besuchern teilen. Auf unserem Rückweg kamen uns die Massen an Touristen entgegen. Oft ist zu beobachten, dass sich an bekannten Sehenswürdigkeiten die Touristen tummeln. Leider sind dann viele nur damit beschäftigt, die beste Pose für das Bild zu finden. (meistens Chinesen)

Auf Siquijor Island hatten wir nur einen halben Tag. Der Grund für diesen kurzen Aufenthalt war, dass bereits ein Flug nach Palawan gebucht war und wir davor noch Zeit auf der großen Nachbarinsel Bohol verbringen wollten. Mit einem Motorrad konnten wir in der kurzen Zeit aber trotzdem einen Teil von Siquijor erkunden. An einem Strand ermöglichte uns eine horizontal gewachsene Palme gute Aufnahmen.

Bohol ist bekannt für die Choclate Hills. Diese haben eine interessante Form. Sie zu besuchen war meiner Meinung nach jedoch nicht besonders lohnenswert. Des Weiteren sind kleine Koboldmakis das Wahrzeichen der Insel Bohol. Die kleinen Primaten sind nachtaktiv und haben uns bei einem Besuch in einer Aufzuchtstation schläfrig angestarrt. Deutlich spannender war eine nächtliche Kajak-Tour in den Mangrovenwäldern. Das Besondere waren die Glühwürmchen, die wie LEDs an einem Weihnachtsbaum in den Mangroven blinkten.

Von Bohol ging es mit einer Fähre nach Cebu City. Ein kurzer Weg mit einem Motorrad in die nahegelegenen Berge ermöglicht einen guten Blick auf die Stadt. Der Inlandflug von Cebu nach Puerto Princessa auf Palawan, die am dünnsten besiedelte Region der Philippinen, dauert eine knappe Stunde.

Nördlich von Puerto Princessa gelegen, befindet sich der längste befahrbare unterirdische Fluss der Welt. An unserem ersten Tag vergaß der Veranstalter, bei dem wir die Tour gebucht hatten, uns von unserer Unterkunft abzuholen. Anstatt, wie eigentlich geplant, zum Underground River zu fahren, schlug uns der nette Besitzer des Hotels ein alternatives Programm vor: ein für philippinische Verhältnisse leerer Strand. Von den auf unserer Reise besuchten Strände war dieser Strand zweifellos der beste und vor allem sauberste Strand.

Den Underground River besuchten wir dann am nächsten Tag. Darüber werde ich im nächsten Bericht schreiben. Da beim letzten Update nach der Veröffentlichung noch ein paar Bilder gefehlt haben und diese erst drei Tage später ergänzt wurden, könnt Ihr ja nochmal schauen, ob ihr sie schon gesehen habt.