Update #4

Underground River, El Nido, Fazit Philippinen


Der etwa 7 km lange und mit 4,2 km längste schiffbare Untergrundfluss der Welt ist eine der Hauptattraktionen auf Palawan. Dementsprechend ist das UNESCO Weltkulturerbe gut besucht. Bei unserer Ankunft zog ein Gewitter am Horizont auf. Auf der kurzen Bootstour zum Eingang des Underground River konnten wir beobachten, wie Blitze in die Südchinesische See einschlugen. Spektakulär war das 45 Meter hohe Gewölbe, die Fledermäuse und Kalksteingebilde, die man in der Höhle vom Kanu aus sehen konnte. Leider war es schwer, Bilder in der Höhle aufzunehmen. Nur der Guide durfte die Höhle mit einer Lampe ausleuchten.

Die nächsten vier Tage verbrachten wir in El Nido. Da wir jetzt lizenzierte und vor allem begeisterte Taucher sind, buchten wir für den ersten Tag einen Tauchausflug. Während die „normalen“ Touristen die vielen kleinen unbewohnten Inseln meist nur vom Boot aus bewundern konnten, war es uns möglich, die Welt der Inseln auch unter „Normal Null“ zu entdecken. Man muss jedoch sagen, dass die Unterwasserwelt nicht ganz so bunt war wie auf Malapascua. Die Korallenbleiche kann man vermehrt beobachten. Ein sehr geringer Temperaturanstieg des Meeres ist dafür der Grund.

Die restliche Zeit in El Nido verlief eher unauffällig und ruhig. Es blieb viel Zeit zum Entspannen. Geplant war eigentlich über Coron (nördlich von Palawan) mit einer Nachtfähre zurück nach Manila zu fahren. Diese fährt allerdings nur einmal wöchentlich, sodass wir einen Flug von Puerto Princessa nach Manila nehmen musste, um dort unsere Ausreise aus den Philippinen vor Ablauf des 30-Tage-Visums in Angriff zu nehmen. Indonesien ist das Land, welches wir als nächstes bereisen werden. Ich zu einem späteren Zeitpunkt auch allein, da Sara nach mehreren Reise-Monaten einen Rückflug nach Deutschland gebucht hat.

Mein persönliches Fazit:

Die Philippinen zu bereisen hat großen Spaß gemacht. Der Inselstaat hat viel zu bieten, da jede Insel immer etwas anders ist. Zwar muss man ein bisschen nach weißen, halbwegs leeren Stränden suchen, findet sie dann aber auch. Die Filipinos sind in den aller meisten Fällen sehr freundlich und zuvorkommend. Das Reisen ist trotz der vielen Inseln unkompliziert, es erfordert jedoch viel Zeit, wenn man nicht grade das Flugzeug im Inland benutzt.

Das traditionelle landestypische Essen ist meiner Meinung nach recht einfach, nicht besonders kreativ und somit einfältig. Reis mit Fisch, Fleisch. Zum Frühstück Reis mit einer süßen rot gefärbten geleeartigen Bratwurst. Auch in den etwas teureren Restaurants ist das Essen zwar qualitativ gut aber nicht besonders.

Und zum Schluss noch einen Aspekt, der meiner Meinung nach jede Reise zu einer besonderen macht, unabhängig davon, welchen Ort man auf dieser Welt bereist. Dazu stellt man die zwei Begriffe „Pauschal- und Individualreise“ gegenüber. Bei einer Pauschalreise bucht der Reisende beim Reiseveranstalter mindestens zwei verschiedene Reiseleistungen für dieselbe Reise. Oft werden Hotel, Transport und Aktivitäten als Paket gebucht. Dagegen wird bei einer Individualreise lediglich eine Reiseleistung gebucht, beispielsweise nur der Flug. Den Rest muss man selber vor Ort organisieren. Und genau das macht eine Reise spannend. Nicht zu wissen, an welchem Ort man wie lange bleibt. Spontaneität ermöglicht einen anderen Kontakt zum bereisten Land. Man kommt vom befestigten Weg einer pauschal geplanten Reise ab und entdeckt, was sich am Wegrand befindet. Auf diese Weise hatten wir großen Spaß, die Philippinen zu entdecken. Natürlich fordert eine Individualreise mehr Zeit, da man sich um alles selbst kümmern muss. Jemand, der also nur zwei Wochen Urlaub hat und viel entspannen will, sollte vielleicht doch eher eine Pauschalreise buchen.